Der Deisenbauernhof in Reinerzau

 

Kurze Geschichte des Hofes


In einer Urkunde von 1475 werden die vier "Höfe ob der Wüstin" in der Reinerzau erstmals urkundlich genannt. Ein Schiedsgericht bestätigt, daß sie weiterhin zum Gebiet der Herren von Geroldseck gehören und dem Kloster Alpirsbach keine Dienste schuldig sind.
Die vier Höfe sind, mit heutigen Hofnamen, der Mösenbauernhof, der Jungbauernhof, der Rötenbächlesbauernhof und der Deisenbauernhof in der Reinerzau.

Bereits 1275 wird die St.Georgs-Kirche auf dem Roßberg erstmals erwähnt und dann wieder 1327, als Kirchenrechte an dieser Kirche von den Grafen von Veldenz und den Herren von Geroldseck auf das Kloster Wittichen übertragen werden.
Diese vier "Höfe ob der Wüstin" waren seit alten Zeiten nicht in die Reinerzauer Kirche, sondern auf den Roßberg eingepfarrt. Dies änderte sich erst im 16. Jahrhundert, als es im zwischen Württemberg und Fürstenberg aufgeteilten Gebiet der Geroldsecker durch Reformation und Gegenreformation zu einem Konfessionsunterschied zwischen der Reinerzau und der Roßbergkirche kam.

Weitere frühe Nennungen der vier Höfe erfolgen 1532 in einem Zinsverzeichnis mit Nennung der Hofbesitzer und 1564.

Der heutige Hof wurde 1786 erbaut. Eine Jahreszahl bezeugt dies noch heute. Am Kellerhaus des Hofes befindet sich sogar die Jahreszahl 1566, eine der ältesten Inschriften im Reinerzauer Tal.

 

Heutige Bewohner

 

Seit 1992 wohnen die heutigen Besitzer, Gerold und Sabine Wein, auf dem im Jahr zuvor erworbenen Hof.

Im Lauf der Jahre kamen die Kinder Ingmar Falko (1994), Heidrun Swanhild (1996), Arnleif Bodo (1997), Markolf Baldur (1999) und Freya Lindgard (2004) dazu, so daß heute reges Leben auf dem Hof herrscht.

Außer uns Menschen gibt es aber auch noch andere Bewohner auf dem Hof und im umliegenden Gelände: Kater Leo, zahlreiche kleine Drachen (unsere Feuersalamander), Spitzmäuse, Erdkröten, Zwergfledermäuse hinter den Fensterläden der Kinderzimmer, größere Fledermäuse, Stein- und Baummarder, zahlreiche Schwalbenfamilien am Haus und im Stall, Kohl-, Blau- und Tannenmeisen, Mönchsgrasmücken, Eichelhäher, Tannenhäher, Elstern, Rabenkrähen, der Rotmilan und die Kolkraben und zahlreiche weitere Tiere.